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Macht der Worte

Metaphern

Metaphern wirken im Verborgenen: Ein «Schokoladenkuchen nach Grossmutters Art» mit einem «Tee Tropical Feeling» schmeckt viel besser als ein einfacher Schokoladenkuchen mit Früchtetee.

Bewusst gewählte Worte wecken Emotionen. Die Hochschule Harz führte ein Experiment durch mit Testpersonen, die zwei Tees mit den Namen «Tropical Feeling» und «Vor dem Kamin» probierten. «Tropical Feeling» schmeckte exotischer, fruchtiger und erfrischender als der andere Tee. Allerdings waren beide Tees vollkommen identisch. Allein der Name entschied über das Geschmackserlebnis der Testpersonen.

Wie stark der Einfluss von Worten und Metaphern tatsächlich ist, konnten auch Wissenschaftler/innen der Stanford University in Experimenten nachweisen. Ein einziger Satz kann das Verständnis eines Textes komplett auf den Kopf stellen:

Die Psychologin Lera Boroditsky von der Stanford University etwa legte Probanden zwei Versionen eines Textes vor, der das Kriminalitätsproblem in der fiktiven Stadt Addison beschrieb. Sie unterschieden sich nur im ersten Satz. Einmal wurde die Kriminalität darin als «wildes Tier» bezeichnet, einmal als «Virus». Die Versuchspersonen sollten Vorschläge machen, wie die Verbrechen in Addison reduziert werden könnten.

Das Ergebnis war eindeutig und unheimlich: Diejenigen, die über das «wilde Tier Kriminalität» lasen, wollten Verbrecher jagen, einsperren und die Gesetze verschärfen. Die Leser des Textes zu «Kriminalitätsvirus» schlugen vor, nach den Ursachen zu suchen und die Armut zu bekämpfen. Beide Gruppen gaben denselben Grund für ihre Entscheidung an: Die Kriminalitätsstatistik im Text mit denselben Zahlen!

 

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